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Was trank eigentlich Shakespeare?

 TAGS:undefinedVierhundert Jahre nachdem Shakespeare seine letzten Worte schrieb, wollen wir uns einmal die Getränke ansehen, die er in seinen Werken erwähnt hat und die wohl auch Shakespeares Zunge nicht ganz unbekannt waren.

In seinen Werken nutzte Shakespeare mindestens 38 verschiedene alkoholische Getränke, die in der Regel den sozialen Status der Charaktere untermauerten.

Kaffee und Tee gab es in Shakespeares Großbritannien noch nicht. Alkoholische Getränke waren daher die offensichtliche Getränkewahl. Denn Wasser war, insbesondere in Städten, keine gute Option.

Ale und Bier

Ale war vor vierhundert Jahren ein populärer Softdrink, der morgens wie Abends auch von Kindern getrunken wurde. Ale war auch eine Quelle von Vitamin B. Ale ist eines der Getränke, das alle Gesellschaftsschichten tranken.

Bier war zu Shakespeares Zeiten in Holland gerade in Mode gekommen, wo man dem Ale Hopfen hinzufügte. Zunächst verpönt, machte sich Bier aber auch in England schnell breit, denn Bier war verglichen zum Ale relativ süß und fruchtig.

Aqua vitae

Aqua vitae umfasst viele Formen von Alkohol und stand damals auch für Brandy oder Whiskey. Shakespeare erwähnte Aqua vitae 6 Mal in seinen Werken, jedes Mal unter Verweis auf den belebenden Nebeneffekt, den Wein und Bier nicht haben.

Die Krankenschwester in Romeo und Julia fragt gleich zweimal nach einem Aqua vitae. Einmal, als Sie Tybalts Tod erklärt und einmal, als Sie von Julias tot erfährt.

Claret (Rotwein)

Der Claret war seinerzeit wesentlich leichter als man von einem Rotwein erwarten würde und hatte eher eine pinke Kolorierung. Der Claret hat in Shakespeares Werken eine stark symbolische Bedeutung. Im zwölften Jahrhundert werden Bordeaux und Gascogne durch die Hochzeit von Henry Plantagenet und Eleonore englisches Territorium und große Mengen des dort hergestellten Weins wurden nach England exportiert.

Nach dem Ende des 100jährigen Krieges, als England unter Heinrich den VI. Gascogne an Frankreich verlor, versiegte auch der Nachschub an Claret.

Es heißt, dass Claret in Shakespeares England ein Luxusgut war und nicht vielen Menschen zur Verfügung stand: Der Wert überstieg dem von Bier und Soda um das Zwölffache, ein echtes Getränk von Königen und Höflingen.

Sherry Sack

Sherry Sack, heute eher als Oloroso bekannt, war ein weit gefasster Begriff für allerlei Sherry. Es gibt zahlreiche Verweise auf den Sherry Sack. So fragte der Charakter Falstaff regelmäßig nach mehr. In „Was ihr wollt“ hatten Don Tobias und Sir Andrew Aguecheek eine Vorliebe für Sack. In „Der Sturm“ nutzt Stephano ein Sack-Fass, um sich über Wasser zu halten.

Metheglin

Metheglin ist ein fermentiertes Honiggetränk, das in Wales seinen Ursprung hat. Es kam vor allem als Tonic zum Einsatz. Metheglin konnten sich nur die reichsten der Reichen leisten. Shakespeare erwähnte es gleich zweimal: Einmal in „Verlorene Liebesmüh“ und einmal in „Die lustigen Weiber von Windsor“.

Auch wenn man Metheglin heute nicht mehr kaufen kann, gibt es wieder Bestrebungen für eine Rückkehr des edlen Gesöffs.

Muscatel

Reich und süß und aus Muskat-Trauben hergestellt, ist Muscatel das Getränk von Petruchio in „Der Widerspenstigen Zähmung“. Muscatel war damals der gängige Begriff für Muskat-Weine aus Griechenland, zumeist aus Kreta oder Zakynthos.

Posset

Heute ist Posset ein Dessert aus dicker Sahne, in der Regel mit Zitronengeschmack. Im elisabethanischen Zeitalter war Posset hingegen ein Getränk aus warmer Milch mit Ale oder Wein und wurde häufig mit diversen Gewürzen und Zucker an den eigenen Geschmack angepasst. Mit einem vergifteten Posset schafft es Lady Macbeth, die Wachen einzuschläfern und gelangt so in die Privatgemächer von King Duncan.

„Die Türen sind geöffnet, schnarchend spotten
Die überladnen Diener ihres Amts;
Ich würzte ihren Schlaftrunk, daß Natur
Und Tod sich streiten, wem sie angehören.“

Sagte Macbeth zu Ihrem Mann und fordert ihn so auf, den König zu töten.

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*Quelle: The Drinks Business
*Bild: Wikimedia Commons

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