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Go green: die besten Öko-Initiativen in Verbindung mit der Weinherstellung

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 TAGS:undefinedEs liegt bereits einige Jahre zurück, dass Önologen damit begonnen haben, Umweltinitiativen zu entwickeln, um die bei der Weinerzeugung entstehenden negativen Auswirkungen auf unseren Lebensraum weitestgehend zu reduzieren. Seither wurden etliche damit im Zusammenhang stehende Vorhaben erfolgreich verwirklicht und wir dürfen auch weiterhin gespannt bleiben. Bis zum heutigen Tage haben folgende Methodiken bereits Anwendung gefunden:

Sonnenenergie:

Die Verwendung von Sonnenkollektoren findet im Weinbau immer mehr Anklang. Erstmals wurden diese im Jahr 2005 von Far Niente in Kalifornien zum Einsatz gebracht. Sein Weingut war das erste, welches das sogenannte Photovoltaik-Verfahren nutzte. De Bortoli hat es ihm nicht viel später mit der größten Solaranlage Australiens gleichgetan, während der Produzent Jackson Family Wines bereits mit dem Bau der weltweit größten, für den Weinbau genutzten Solaranlage beschäftigt ist.

Der Wasser-Fußabdruck:

Der Weinerzeuger Jackson Family Wines hat in Kalifornien eine neuartige Strategie zur Wasseraufbewahrung entwickelt, durch deren Umsetzung jährlich 9 Galonen Wasser eingespart werden können. Down Under de Borboli betreibt in Australien einen grünen Bauernhof, auf welchem das Abwasser aufbereitet und zum anschließenden Bewässern der Getreidefelder verwendet wird. Concha und Toro war weltweit das erste Weingut, das im Jahre 2010 seinen 'Wasser-Fußabdruck' bewerten ließ, wobei sich dieser Winzer besonders dadurch auszeichnet, dass er 97% des verwendeten Wassers aus dem Grundwasser schöpft.

Umweltdesign auf dem Weingut:

Ven Cava, das im Tal von Guadalupe in Mexiko beheimatet ist, schuf eine 'Bodega', deren Dach aus wiederverwerteten Schiffen besteht. Ja, Sie haben richtig gelesen, aus Schiffsteilen! Und es war das Pärchen Alejandro D'Acosta und Claudia Turrent, das diese kuppelförmigen Dächer seinerzeit entworfen und die Wände des Weinkellers mit alten Brillen dekoriert hat, die in einer lokalen Fabrik hergestellt worden waren. Das Gebäude von Antinori in Chianti wurde von dem Architekturbüro Archea Associati gestaltet und zeichnet sich durch die hellen Innenräume aus, welche durch die Lichtluken im Dach geschaffen wurden und für die optimale Nutzung des Tageslichts sorgen. Des Weiteren harmonisiert es ideal mit der Landschaft, in das es eingebettet ist und in welcher sich, soweit das Auge reicht, Weinreben aneinanderreihen.

Drohnen:

Drohnen leisten den Önologen im Hinblick auf die Schädlings- und Krankheitsbekämpfung im Weinbau einen großen Dienst. Der Magnat Bernard Magrez, die Ingenieure von Airbus und Burdeos und die finanzielle Unterstützung der BIVB ermöglichten die zeitbegrenzten Testflüge von führerlosen Flugzeugen oder Dronen, um den Krankheitsbefall von Weinreben frühzeitig zu erkennen. Die Idee, die hinter diesem Projekt stand, war jene, dass der Einsatz von umweltbelastenden Stoffen durch die Früherkennung reduziert hätte werden können. 

Erdwärme:

In Neuseeland, wo 70% der Energie aus erneuerbaren Quellen stammt und es angedacht ist, diesen Prozentsatz bis zum Jahre 2025 auf 90% zu erhöhen, wird 13% des elektrischen Stroms aus Erdwärme erzeugt. Nicht zu vergessen ist zudem das weltweit größte Geothermie-Vorhaben in Kalifornien, wo die auf dem großen Geysir-Feld erzeugte Erdwärme für den Antrieb von Turbinen oder zur Stromgewinnung genutzt wird. Und auch im Weinbau ist die Nutzung von oberflächennaher Geothermie keine Neuheit mehr. Im deutschen Bundesgebiet könnte diese Energieform vor allem am Rheingraben in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz, in der norddeutschen Tiefebene oder im südlichen Bayern in Erwägung gezogen werden.

Verpackung:

Im vergangenen Jahr wurde die erste Weinfasche aus Papier - der sogenannte 'Paperboy' - auf den Markt gebracht. Hergestellt aus gepresstem, wiederaufbereitetem und mit natürlicher Tinte bedrucktem Papier, ist dieses einzigartige Gefäß gerade einmal 65 Gramm schwer. Die Neuheit wurde von dem Hersteller Greenbottle, dem Flaschendesignern Stranger & Stranger und dem kalifornischen Produzenten True-Hurst entwickelt. „Den 'Paperboy' kann man an Umweltbewusstsein nicht übertreffen", sagt Kevin Shaw von Stranger & Stranger. „Sein Taragewicht beläuft sich auf lediglich eine Unze, wobei beim Versand einiges an Energie eingespart werden kann. Er ist steif und fest und es passiert ihm selbst dann nichts, wenn man ihn drei Stunden lang in einen mit Eis gefüllten Behälter stellt."

Die Rückgewinnung vergessener Rebsorten:

Die Weinkooperative Plaimont fasste den Entschluss, mit einer neuartigen Initiative auf den Klimawandel zu reagieren. Altertümliche Rebsorten, die von Haus aus einen geringen Alkoholgehalt aufweisen und auf sandigen Böden wachsen, sind weniger anfällig für Pilz- oder Krankheitsbefall, wodurch der Pestizideinsatz deutlich verringert werden kann. So werden nun auf nur einem Hektar Land 39 Rebsorten kultiviert, wobei 12 davon der modernen Weinwelt kein Begriff sein dürften.

Transport:

Das Weingut Cono Sur Chile zeigt den Transport betreffend eine grüne Haltung, denn alle Arbeitnehmer des Weingutes bewegen sich dort ausschließlich mit dem Fahrrad fort. Es ist diesem Unternehmen tatsächlich gelungen, 100% seines CO2-Ausstoßes auszugleichen, weswegen es im Jahr 2011 bei der Verleihung des Green Award mit dem Titel 'Green Company of the Year' ausgezeichnet wurde. „Das Fahrrad steht für die Leidenschaft von Cono Sur, für unser Versprechen und unser Umweltbewusstsein", erklärt der Chef-Önologe Adolfo Hurtado und fügt hinzu: „Fahrradfahren ist mein bevorzugtes Hobby. Ich nutze mein Mountainbike wann immer es mir möglich ist und nehme es sogar mit in den Urlaub." Auf dem Gelände von Chimbarongo befindet sich eine riesige Fahrradstatue, die mitten in einen Weinberg eingebettet ist.

Auf gleicher Höhe, auch in dem Gebiet Cono Sur, werden Gänse zum Pflügen der Weinberge erzogen, um den Fahrzeugeinsatz möglichst gering zu halten. In Burdeos war das Weingut Château Pontet-Canet das erste, welches dieses Verfahren mithilfe von Pferden umsetzte. Und auch der ökologiche Winzer Michel Chapoutier hat die Idee übernommen, allerdings im Zusammenarbeit mit Schafen.

Honig:

Weinhersteller mit 'grünem Geist' haben die Biodiversität in ihren Weinbergen zudem durch die Herstellung von Honig erhöht. Das Château Brown in Pessac-Léognan hat nach der Weinlese 2011 seine erste Honigcharge auf den Markt gebracht. Die 65.000 Bienen, die sich von dem Saft der Akazienblüten ernähren und insgesamt 20 Stöcke in den Weinbergen von Burdeos anfliegen, haben die Weinernte möglich gemacht. „Die Bienen trugen maßgeblich zur Bestäubung der Weinreben bei und dank ihrer Anwesenheit wurde der vormalige Pestizideinsatz drastisch zurückgeschraubt". Jea-Christophe Mau, der Direktor des Weingutes Château Brown stellt die Überlegung an, die Anzahl der Bienenstöcke im kommenden Jahr zu erhöhen, da der Honig nun auch im hauseigenen Ladengeschäft vertrieben werden soll.

Diese grüne Initiative inspirierte auch Emiliana in Chile: Die Angestellten des Weingutes riefen kurzerhand ein Parallelprojekt ins Leben, das die Herstellung von Honig, Olivenöl, Kräutern und Gemüse einschließt und auf ein zusätzliches Einkommen hoffen lässt.

Wir von Uvinum nehmen diesen Artikel nun zum Anlass, um Ihnen heute Wein aus ökologischem Anbau anzubieten, denn auch Sie können dazu beitragen, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.

 

 TAGS:Bobal Icon 2013Bobal Icon 2013

Biofach-Gold für den Bobal Icon 2013 des spanischen Weinguts Pagos de Familia Vega Tolosa.  

 

 

 TAGS:Formiga de Vellut 2012Formiga de Vellut 2012

Dieser Katalane des Weinguts Domini de la Cartoixa erhielt bei dem diesjährigen "The Great International Organic Wine Award" auf der Biofach 2015 eine Goldmedaille.

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Kommentare Go green: die besten Öko-Initiativen in Verbindung mit der Weinherstellung

Toller Blog. Komme wieder vorbei ! :)
Neela Neela 07/03/2015 um 10:26
Sehr spannender, informativer Artikel. Super. Weiter so ;)
Anita Anita 08/03/2015 um 21:54

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