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Die Azoren und Madeira, ein goldenes Eiland für Wein

 TAGS:undefinedDer Wein aus Madeira, meist ganz einfach Madeira genannt, ist auch als Vinho Generose maderiense oder Torna Viagem bekannt und wird bereits seit über 500 Jahren auf der Insel angebaut.

Schiffe auf dem Weg zum Festland entdeckten damals die Kraft der Fermentation. Unterwegs als Dienstschiffe, lagerten auf den teils über ein Jahr langen Fahrten Weine an Bord, die Kraft der tropischen Wärme den Saft zu einem köstlichen Nektar vergoren ließen.

Bei der Weiterentwicklung der Fermentation entstanden zwei Techniken, die für zwei Arten von Wein genutzt werden: Canteiro, der in Fässern reift, die in den ersten Jahren in den höchsten Lagerräumen reifen und mit steigendem Alter langsam weiter nach unten ziehen. Sie können den Wein nach vier Jahren trinken. Die zweite Technik: Der Estufado, er lagert zunächst für 3 Monate bei brütenden 55° C und kann bereits nach 3 Jahren getrunken werden. In den Azoren war der Kochwein im 19. Jahrhundert ein stark schmeckender Drink, in Geschmack und Farbe Jerez nicht unähnlich.

Der Madeira ist ein Likörwein, mit einem Alkoholgehalt von 17 bis 22 Prozent, der durch den langsamen Oxidationsprozess im Wein zurück bleibt. Der Madeira gruppiert sich in zwei Arten: Blend und Colheita (Zusatz). Der Blend mischt sich aus verschiedenen Jahrgängen mit einem Durchschnitssalter von 10 Jahren. Colheitas stammen von einem Wuchs und können aus bis zu 4 Jahrgängen zusammengestellt werden, reifen zuvor aber mindestens 20 Jahre und werden nur abgefüllt, wenn die Qualität stimmt. Herauskommen Weine mit hohem Alter, viel Säure und Frische. Noch heute kann man ein paar Vintage-Weine aus dem Jahr 1975 in perfekter Kondition kaufen.

Der Ruhm dieser Wein hat sich allerdings nicht auf die gleiche Art auf alle Inseln verbreitet.

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Weine von den Azoren, der Vino Pasado (Rebsorte: Malvasia) und Vino Seco, produziert auf der Insel Pico, werden ähnlich hergestellt wie die Weine auf Madeira. Die Fermentation wird aber unterbrochen, um Brandy hinzuzufügen - ähnlich wie beim Portwein. Die Weine haben deshalb aber keine geringere Qualität als die Weine von Madeira.

Heute gibt es nicht mehr viele Informationen über die Geschichte der azorischen Weine. Langezeit glaubte man, dass Wein hauptsächlich auf Pico und Graciosa hergestellt wurde. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich alle Inseln mit Hingabe der Herstellung von Wein gewidmet haben. Wegen der unterschiedlichen Wetterkonditionen und teils steinigen Untergründe, wie die Vulkanböden auf den Azoren, war es aber unterschiedlich viel Arbeit, Weinreben anzupflanzen.

In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderst wurden die Inseln Opfer des Mehltaus, wodurch Stämme wie Verdelho (weißer Verdejo) durch amerikanische Reben und die Isabela, die heute in Europa wegen ihres hohen Methanol-Gehalts verboten ist, ausgetauscht wurden.

Der Ausbau von Spirituosen wurde zu jener Zeit stark ausgebaut und durch neue Geschmäcker wie Melasse für den Brandy der Insel S. Jorge oder die dunklen Spirituosen von Terceira sowie Pfirsich, Mispeln und Feigen auf Pico, angereichert wurden.

Nach und nach wurde auch die Herstellung von Weißwein entdeckt. Eines der Beispiele für die Geschichte von Wein auf den Azoren ist die Bodega Cooperativa der Insel Graciosa.

Auf Medeira, hergestellt aus Zuckerrohr, hat der weiße und braune Rum einen Status erreicht, den man heute sogar besuchen kann: das Engenho do Poro da Cruz, ein Museum in der Nähe des Casa del Ron, wo Sie auch einige exzellente Reservas kosten können.

Typische, auf den Inseln genutzte, Rebsorten sind:

Malvasia - Eine der ersten Rebsorten, die die Azoren und Madeira in der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts erreicht hat. Aus der Rebsorte entsteht ein süßer Wein mit Aromen von Nüssen und Honig. Ein perfekter Begleiter für Käse und Schokolade.

Verdelho - Ein halbtrockener Wein, der geschmacklich an Ananas und andere tropische Früchte erinnert. Er passt besonders gut zu Käse und Weintrauben. Die Rebsorte wurde in den zwei Archipelen genutzt.

Cercial - Aus dieser Rebsorte werden trockene Weine mit frischen Zitrus- und Karamell-Aromen gewonnen. Er wird häufig als Aperitif getrunken und mit Nüssen oder Oliven serviert. Auch diese Rebsorte wurde auf beiden Archipelen angebaut.

Boal / Bual - Ein halbtrockener Wein entsteht aus dieser Rebsorte. Seine Aromen: Honig. Geschmacklich erinnert er an Karamell. Boal paart sich besonders gut mit Früchten, Käse und Desserts. Die Rebsorte hat die höchste Qualität der Azoren und wird auf beiden Archipelen angebaut.

Tinta Negra - Einige sagen, dass diese Rebsorte aus der Paarung von Pinot Noir und Grenache (Garnacha) enstanden ist. In Spanien ist die Rebsorte auch als Negramoll bekannt und wird auf den Kanaren angebaut. Weine aus Tinta Negra passen gut zu Gemüse, Reis und weißem Fleisch.

 

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* Der Artikel wurde im Original von Rita Bonet im portugiesischem Uvinum-Blog unter dem Titel Terras de Vinho - As ilhas dos Açores e da Madeira veröffentlicht.

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