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Der Champagnersäbel, die andere Art einen Sekt zu entkorken

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 TAGS:Der ?Champagnersäbel? ist eine Technik die Champagnerflasche mit einem Säbel zu öffnen. Auch wenn es ein wenig außergewöhnlich erscheint oder ein wenig mehr als merkwürdig, tatsächlich ist es eine 2 Jahrhundert Jahre alte Tradition. Wir erzählen:

Der Champagnersäbel geht auf die Napoleón Zeit zurück und ist eine Technik, um den Korken von einer Flasche Schaumwein mit einem Säbel zu öffnen.

In Deutschland und in anderen Ländern, wo man die Schaumweine mit Feiern in Verbindung bringt, ist es normal, dass die Flaschen unter großem Geschrei geöffnet werden. In Frankreich dagegen, wo der Sekt allverehrt ist, herrscht Diskretion beim Öffnen der Flasche, denn diese zeigt Eleganz und Glamour. Der Pfropfen wird entfernt, indem man ihn festhält, um zu vermeiden, dass er durch die Gegend fliegt. Er wird mit kurzen und sanften Bewegungen, damit das Geräusch so wenig störend wie möglich ist, entfernt.

Die einzige Methode, bei der es erlaubt ist den Korken durch die Gegend schnellen zu lassen, ist die des Champagnersäbels wegen seiner Spektakularität. Auf Französisch kommt das Wort Sabrage von dem Wort ?sabré? was Säbel bedeutet.

Es gibt bis zu 3 verschiedene Versionen von der Ursprungstradition des Champagnersäbels:

Die erste Version des Champagnersäbels hat seinen Ursprung direkt von Napoleon, der den Säbel nutze, das einzige Werkzeug, was er zur Hand hatte, um die Flaschen zu öffnen, wenn er seine Siege feierte.

Die zweite Version des Champagnersäbels ist die nicht weniger berühmte Veuve Cliquot. Man sagt, dass die Soldaten von Napoleon oft die Weinberge der Veuve Cliquot, einer jungen und schönen Witwe von 27 Jahren besucht haben und untereinander darum gewetteifert haben den Champagnersäbel zu benutzen, um sie zu beeindrucken.

Es gibt noch andere Arten Flaschen zu öffnen, z. B. den Boden gegen eine Wand schlagen. Der Pfropfen wird durch den Druck herausgeschossen. So haben die Piraten die Flasche geöffnet, weswegen laut der dritten Version die französische Marine den Champagnersäbel als Art angenommen hat, um sich von den anderen zu differenzieren.

Auch wenn der Champagnersäbel seit dem XVIII Jahrhundert übernommen wurde, dauerte es bis 1986 als man sich in Frankreich entschied eine Gruppe von Liebhabern dieser Tradition zu vereinen und das zu erschaffen, was heute als La Confrérie du Sabre d?Or (Genossenschaft der goldenen Champagnersäbel) bekannt ist.

Aktuell pflegt und regelt dieser Organismus antike Normen, welche sich auf die globale Technik stützt. Diese Genossenschaft wird geleitet von dem Grand-Maitre oder großen Lehrer Jean-Claude Jalloux und hat Botschafter auf der halben Welt.

Bei der Genossenschaft der goldenen Champagnersäbel gibt es 6 Arten von verdienter Mitgliedschaft, je nach Leistung des Mitglieds in der Organisation und der Anzahl der geöffneten Flaschen:

  1. Sabreur: Jemand der in die Welt des Sabrage eintritt.  Man muss einen Eintrittsbetrag zahlen, festgelegt von der Genossenschaft und den Sekt oder Champagner kaufen, den man als erste Amtshandlung entkorken muss. Dafür erhält man eine Reihe von Papieren und Literatur zum Lernen, um für den nächsten Schritt beurteilt zu werden.
  2. Chevalier-Sabruer: Um diesen Rang zu erreichen, muss der Anfänger den Säbel beherrschen und das vor der Kongregation demonstrieren, in einem offiziellen Akt. Man wird berechtigt andere in die Kunst des Sabrage einzuführen.
  3. Maitre- Sabreur: Man wird zum Verantwortlichen einer lokalen Kongretation oder Caveau ernannt.
  4. Officier: Nur für Chevalier-sabreur mit mehr als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit und dazu wird man nur in internationalen Akten berufen. Dafür muss man vor allen eine Flasche ?Magnum? enthaupten.
  5. Commandeur: Nach 5 Jahren im offiziellen Rang des Offiziersordens kann man sich als Ordnungskommandeur bewerben. Dazu muss man vor allen einen Jeroboam enthaupten, der bei den Champagnern das Gegenstück für 4 normale Flaschen ist.
  6. Grand Commanduer: Nur für die Kommandeure mit mehr als 10 Jahren Mitgliedschaft vorbehalten, als solche ist es die höchste Auszeichnung die man im Rang erhalten kann.

Auch wenn man Schaumweine mit anderen Gegenständen als dem Säbel öffnen kann, wäre das nicht mehr authentisch mit dem Sabrage. Um einen Sabrage unter den festgelegten Normen zu machen, müssen sie die folgenden Regeln befolgen:

  • Nehmen Sie eine Flasche Sekt oder Champagner  die sehr kalt ist. Die empfohlene Temperatur  liegt bei 3°C.
  • Entfernen Sie den Alupfropfen der den Korken bedeckt. Wenn der Draht den Korken bedeckt, können Sie ihn entfernen oder lockern, wie Sie möchten.
  • Suchen Sie im Glas die Verschlusslinie die die Flasche verschließt und öffnen Sie exakt auf dieser besagten Linie das Aluminium das es bedeckt, ungefähr 1 cm breit. Wenn Sie Erfahrung haben, wird das nicht mehr nötig sein.
  • Mit dem ausgestreckten Arm, halten Sie die Flasche gut fest und legen Sie den Daumen auf den Flaschenboden. Zielen Sie nach vorne um einen ungefähren Winkel von 30° zur horizontalen zu schaffen und vergewissern Sie sich, dass niemand in der ?Schusslinie? steht.  
  • Schieben Sie die Klinge mehrmals um den Hals der Flasche vorsichtig, ohne den Pfropfen zu berühren und der gemeinsame Druck und die Blasen die in der Flasche sind fangen an zu arbeiten.
  • Geben Sie einen leichten und kontinuierlichen Schlag auf den Korken (ein trockener Schlag) und Sie werden sehen wie der Korken mit Kraft herausschießt und weit weg von der Flasche landet.

Man rät dabei gut aufzupassen, vor allem die ersten Male. Weiterhin ist es besser es in einem offenen Raum zu machen, um nicht alles schmutzig zu machen, da sich ein Teil des Champagners verliert (ca. ein halbes Glas). Sie können es vorher auch mit anderen Gegenständen probieren anstatt des Säbels (für alle Fälle). Obwohl, wenn man einmal daran Gefallen gefunden hat, der Säbel immer der elegantere ist..

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Kommentare Der Champagnersäbel, die andere Art einen Sekt zu entkorken

Ja beim Säbel sollte man gut aufpassen. Vorallem auf Mitmenschen ;)
Aber ich muss sagen, ein toller Trick um eine Sektflasche zu öffnen!
Liebe Grüße
Lisa
Lisa Lisa 27/12/2012 um 22:13
Hallo Astrid, schöner Artikel! Schön bildlich gesprochen! Ich musste einige male üben, bis ich es hinbekommen habe! Liebe Grüße Astrid
Astrid Schneider Astrid Schneider 19/06/2014 um 19:29
Wow, wirklich eine sehr umfangreiche Zusammenfassung! Ich habe zu einem runden Geburtstag das erste Mal versucht eine Flasche zu sabrieren. Ich hätte lieber vorher üben sollen, da mir vor allen Gästen der komplette Flaschenhals abgebrochen ist und nicht nur der obere Teil :-* Mittlerweile klappt es aber ganz gut :D ! In Frankreich hebt man den abgeschlagenen Flaschenkopf übrigens als Glücksbringer auf!
Liebe Grüße, Sophia!
Sophia Sophia 02/12/2016 um 09:45

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