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11 falsche Mythen über Wein

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Zum Thema Wein gibt es viel zu lesen. Am häufigsten finden sich allerdings irgendwelche Halbwahrheiten ohne jegliche Grundlage. Wenn Sie Wein lieben, nutzen Sie die Gelegenheit: Lernen Sie so viel wie möglich über Wein, um substanzlose Phrasen zu widerlegen - egal ob beim Dinner oder Smalltalk auf einem formlosen Geschäftsessen.

1. "Je älter, desto besser"

Viele Menschen glauben, dass die Qualität von Wein durch das Fass und die Zeit, die der Wein in dem Fass verbringt, bestimmt wird. Diese Zeit dient aber nur der Definition von Joven, Crianza oder Reserva und ist kein Indikator für die Qualität des Weins. Bestimmte Weine brauchen zum Reifen einfach länger, was die Herstellung im Vergleich zu schneller reifenden Weinen teurer macht. Ein Reserva ist daher teurer als ein junger Wein, aber nicht unbedingt besser.

Die meisten Weine, die heute verkauft werden, sind für den Konsum in den nächsten drei Jahren gedacht. Über das Alter gibt es daher viele Mythen. Es gibt "Reserva"-Weine von schlechter Qualität - obwohl sie einige Zeit im Fass lagerten. Wenn Sie einen Wein auswählen, müssen Sie daher auf viele Dinge achten, die Paarung ist ein entscheidender Faktor.

Auch sollten Sie beachten, dass es Weine gibt, die mit steigendem Alter nicht besser werden. Pete Spande, Weinexperte von "Business Insider" hat eine ganz passende Faustregel aufgestellt: Ein Wein für weniger als 20 Euro wird im nächsten Jahr nicht besser. 

2. "Rot ist für Fleisch, weiß ist für Fisch"

Eine weitere Phrase, die zum Standardrepertoire der "Weinkenner" gehört ist ebenfalls nicht zwingend wahr. Auch wenn roter Wein gut zu kräftigen Speisen und weißer Wein zu leichten Speisen passt: Am Ende hängt die Wahl des Weines immer vom servierten Gericht ab. Das wirkliche Geheimnis einer guten Paarung ist, dass der Wein den Geschmack des Mahles erhöht - und umgekehrt. So kann man auch gerne süße Roséweine zu würzigen Speisen wie Curry essen, oder kräftige Weißweine zu Wild. 

3. "Rosé ist für Frauen"

Rosé-Weine litten schon immer unter dem Ruf als leicht zu trinkende Weine mit einer schlechteren Qualität als rote oder weiße Weine, die am liebsten von Menschen getrunken werden, die keine Weine mögen - und Frauen. Abgesehen davon, dass es sich um einen sexistischen Irrtum handelt, ist an diesem Mythos nicht viel dran. Es gibt exzellente Rosé-Weine, die zudem ideale Begleiter zu Gemüse, Pasta, Reis oder Omelett darstellen.

4. "Ich trinke vorsichtshalber nur Rioja und Ribera"

Niemand stellt in Frage, dass Rioja und Ribera del Duero die bekanntesten Weine Spaniens sind und eine große Auswahl erstklassiger Winzer haben. Viele dieser Weine tragen aber auch ein Premium-Siegel, ohne dieses wirklich verdient zu haben.

Außerdem gibt es D.O.s von exzellenter Qualität, wo Sie gute Weine für einen geringen Preis finden. Beispiele hierfür sind unter anderem Toro, Biers, Rias Baixas, Somontano, Penedes, Terra Alta, Jumilla und Alicante.

5. "Champagner ist fürs Dessert"

Ein weiteres Gerücht: Zwar ist Champagner oder Sekt zum Dessert eine klassische Variante, aber eine schlechte Idee, wenn es sich dabei um Cava Brut oder trocken handelt. Denn diese eher trockenen Schaumweine verlieren durch die Süße des Desserts ihren Geschmack. Zum Dessert sollten Sie lieber einen süßen oder halb-trockenen Sekt reichen, welcher dadurch erfrischender und weicher wirkt.

Wie beim Wein gibt es verschiedene Arten von Champagner, abhängig vom Alter (Jung, Reserve, Grand Reserve) und Beere (es gibt nur 9 Sekt-Trauben). Obendrein unterscheiden sich Schaumweine durch die Höhe des Restzuckers. Aus der Menge des Restzuckers ergeben sich verschiedene Abstufungen für Sekt: Brut Nature, Extra Brut/Herb, Brut/Herb, Extra Trocken, Trocken, Halbtrocken, Halbsüß und Süß.

Trockene Sekte eignen sich besonders gut als Appetizer zu Meeresfrüchten und Fisch, während Brut-Sekte sehr gut zu Eintöpfen und Schinken passen.

6. "Ohne Weinkorken keine Qualität"

Wir sind Weinkorken traditionell gewöhnt. Es gibt aber viele Weine, die durch einen Schraubverschluss ausreichend geschützt sind und deshalb nicht automatisch schlechter sind.

Auch wenn Schraubverschlüsse für die Lagerung von antiken Weinen problematisch sind, da Sie Sauerstoff benötigen, um weiter zu reifen, für junge Weine der meisten Sorten sind Sie der perfekte Verschluss.

7. "Weißer Wein wird kalt serviert, roter auf Zimmertemperatur"

Wein sollte mit der auf der Flasche empfohlenen Trinktemperatur serviert werden. Lang gereifte und gelagerte Weine serviert man in der Regel bei 18 Grad, weiße Weine serviert man kühler. Junge weiße Weine trinkt man bei 6 bis 8 Grad und andere bei 9 bis 12 Grad.

Wenn Sie keinen Weinkühler haben, reicht es auch, den Wein vor dem trinken eine Zeit lang zu kühlen. Legen Sie die Flasche jedoch niemals in den Tiefkühlschrank.

8. "Am Korken riecht man, ob der Wein gut ist"

In vielen Restaurants lässt der Kellner den Weinkorken am Tisch, falls die Gäste an diesem riechen möchten. Dabei erfährt man am Geruch des Korkens nichts, was man nicht auch im Weinglas riecht. Der Korken wird eigentlich liegen gelassen, damit Sie prüfen können, ob der Korken noch ganz ist und somit keine Stückchen in die Flasche gefallen sind.

9. "Weißwein macht Kopfschmerzen"

Falsch. Das Hinzufügen von Sulfiten zur Konservierung wurde viel untersucht und Wein hält mit weniger Sulfiten länger. Außerdem: Das Sulfur von Sulfiten ist nicht für Kopfschmerzen verantwortlich.

10. "Weinsäuren sind schlecht"

Die Säure ist ganz wichtig. Einen Wein ohne Säure kann man sehr schlecht mit Essen kombinieren.

11. "Soll ich die Flasche öffnen, damit der Wein atmen kann?"

Eine in Restaurants immer wieder gestellte Frage. Dabei reicht der Sauerstoff, der durch den schmalen Flaschenhals kommt, zur Entfaltung des Weines nicht aus. In der Flasche müsste der Wein mehrere Stunden atmen. Am besten gießen Sie den Wein zum Atmen bereits in Ihr Glas ein. Die Stunden verkürzen sich darin auf zwei Minuten.

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Bild: Stefan Muth (flickr)

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